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Daniel Krauss
Co-founder, CIO and CHRO, Flix SE

Vom CTO zum Chief Organizational Plumber: Daniel Krauss über 15 Jahre FlixBus

📅 Jul 13, 2026 Becoming CTO Secrets 71 MIN 7 VIEWS 102 SEGMENTS · 2 SPEAKERS
Send us Fan Mail (https://www.buzzsprout.com/2402174/fa...) In dieser Episode von Becoming CTO Secrets spricht Philipp Deutscher mit Daniel Krauss, Co-Founder, CIO und CHRO von Flix – der Dachorganisation hinter FlixBus und FlixTrain. Daniel war früher offiziell CTO bei Flix, hat den Titel später bewusst abgegeben und beschreibt seine heutige Rolle mit einem Augenzwinkern als „Chief Organizational Plumber“: jemand, der Hindernisse aus dem Weg räumt, damit brillante Teams schneller Wert schaffen können. Im Gespräch geht es um den großen Mythos, dass ein CTO der beste Programmierer im R...

What Daniel Krauss said

Written from the verified transcript and checked against it. Every figure links to the moment it was said.

Daniel Krauss, Co-founder, CIO and CHRO of Flix, discussed his unconventional path from CTO to 'Chief Organizational Plumber', emphasizing that a CTO need not be the best coder but must build a high-performing organization and understand business context. He detailed Flix's technical core: e-commerce, inventory/route optimization, pricing/revenue management with early ML, and fleet operations. Krauss highlighted key decisions like choosing MeinFernbus's system over Flix's after their merger, early adoption of Java, Kubernetes, Kafka, and AWS, and a 'switch off and copy' M&A integration strategy. He argued AI's biggest impact is in business functions, not just developer productivity, and that Flix maintains model agnosticism via AWS Bedrock. He predicted mixed human-agent teams, with engineers focusing on context and creativity, and sees the CTO role becoming more business-integrated.

Key takeaways

  1. Flix's engineering AI adoption exceeds 90%, primarily using Claude Code, with Claude Cowork rolled out company-wide.
  2. Krauss measures AI impact via cost-to-revenue ratios, not token spend, aiming for operational leverage.
  3. Flix runs all AI models through AWS Bedrock to avoid vendor lock-in, despite pressure to sign a direct Anthropic contract.
  4. Krauss believes AI will make larger monoliths controllable again, reducing the need for hard service decoupling.
  5. Krauss advocates for engineers to gain business context, citing a VP who moved to lead shops and stations.

Numbers and commitments

FigureWhat it refers toTypeAt
90% Engineering AI adoption rate metric 45:02
15 years Flix's operating history without significant downtime metric 41:13
several 1000 Fleet size of vehicles metric 29:04
24 hours Daily operation of fleet metric 29:04
2 weeks Frequency of Krauss's visits to Berlin for culture integration timeline 29:04

Chapters

  1. 0:00Role evolution from CTO to CIO
  2. 13:02Technical depth and credibility
  3. 16:26Early mistakes and external dependencies
  4. 20:20Organizational design and domain clusters
  5. 24:09Architecture decisions and team evaluation
  6. 28:42Technical core of Flix
  7. 31:35Key technical bets and M&A integration
  8. 38:42Startup DNA and accountability
  9. 42:20AI adoption and strategy
  10. 1:02:08Future of engineering and CTO role

Questions asked in this interview

12
  1. 0:46Wo und wo ist sie vielleicht größer oder sogar anders als die klassische CTO Rolle oder das klassische CTO Bild?
  2. 9:44Und hast du dann auch am Anfang bei Flix selbst mitprogrammiert oder warst du vom Anfang an eher in der Business Tech Funktion unterwegs?
  3. 24:09Ja, wie erkennst du denn jetzt aktuell, dass ob eine Teamstruktur gut ist oder schlecht ist oder wie stellst du sicher, dass die Architekturentscheidungen am Ende des Tages nicht losgelöst vom Geschäftsmodell getroffen werden?
  4. 28:42Was ist denn der technische Kern von dem, was ihr baut oder was ihr bereitstellt, der für viele von außen gar nicht sichtbar ist oder der massiv unterschätzt wird?
  5. 35:58Was ist denn so im Thema Kulturintegration nach so einem M&A besonders schwierig?
  6. 41:01Ist es das Geschäftsmodell gewesen oder lässt sich das gar nicht so wirklich trennen?
  7. 45:37Siehst du dann eine höhere Adoption in Tech bei euch als jetzt z.B. im restlichen Unternehmen im Headquarter?
  8. 46:59Bist du für AI verantwortlich für die Strategie oder ist das jemand anderes im Unternehmen?
  9. 49:54Wie im Prinzip, was ist eure Vorgehensweise?
  10. 54:01AI Frameworks, andere Orchestrierungsprodukte, Modellanbieter zu schnell versuchen übereinander zu stapeln, zu integrieren oder siehst du das aktuell noch gar nicht, dass das passiert?
  11. 58:08In diesem Prozess, ne, der Adoption oder des Wandels der Transition ist ja witzig, weil normalerweise, also wenn wir uns verschätzt haben, haben wir uns eigentlich immer in eine Red verschätzt. War immer zu optimistisch, ne?
  12. 1:04:54Ist es auch das, was du einem Seniorentwickler raten würdest, der vielleicht CTO werden will, aber der immer vielleicht immer auch noch glaubt, der beste Entwickler im Unternehmen sein zu müssen?
Philip Deutscher 0:00 ↗
Hallo und herzlich willkommen zu Becoming CTO Secrets, dem Podcast von CTOs für CTOs und diejenige, die es noch werden wollen. Ich bin Philip Deutscher, Externer CTO, CTO Coach und der Gründer der Becoming CTO Community. Mein heutiger Gast ist Daniel Krauss. Er ist der Co-founder, CIO und CHRO von Flix. Das ist die Dachorganisation von Marken wie Flixbus und Flix Train. Viele kennen es und ein spannendes Gegenbeispiel zur Idee, dass ein CTO immer der beste Programmierer im Raum sein muss. Wir sprechen heute über Organisation, wir sprechen über Architektur, über AI Adoption und die wichtige Frage, warum KI viel mehr ist als nur ein Engineering Thema. Daniel, herzlich willkommen.
Daniel Krauss 0:42 ↗
Philip, schön, dass ich das sein darf. Freut mich. Grüß dich.
Philip Deutscher 0:46 ↗
Freut mich umso mehr. Daniel, du wirst offiziell und jetzt zitiere ich mal LinkedIn als Chief Organizational Plumber hast du dich da angekündigt. Du bist offiziell Co-founder, du bist der CIO, der CHRO. In meinem Podcast sprechen wir oft über die CTO Rolle. Wie würdest du denn deine Rolle selbst beschreiben? Wo und wo ist sie vielleicht größer oder sogar anders als die klassische CTO Rolle oder das klassische CTO Bild?
Daniel Krauss 1:10 ↗
Weißt du, ich bin bei uns dreien schon immer der Tecky gewesen und ganz ganz früher war ich auch offiziell CTO. Jetzt ist es so, dass wir über die Zeit ja uns immer weiter vergrößert haben, auch anorganisch, Thema M&A und in einer solchen Situation haben wir mal einen externen CTO dazu bekommen, der eben nicht Teil des Gründerteams war und der musste zu dem Zeitpunkt schon sein Seal Level abgeben, weil eben nur Gründer damals das C getragen hatten und war aber ein geiler Typ. Ja, ein Top CTO. Und dann habe ich mir gedacht, weißt du was, wenn ich ihm jetzt seinen Titel abnehme und ihn quasi einfach formal zurücksetze VP Engineering, das war fand ich irgendwie eine Kackmessage und habe ich, weißt du was, dann dann gibt's diesen CTO Titel bei uns gar nicht mehr und dann habe ich mir die Teeflügelchen gestutzt sozusagen und war von dem Zeitpunkt CIO. Weil wie gesagt, ich hätte es als unangemessen empfunden, jetzt zu sagen, weißt du, gibt zwei CTOs und nur weil ich zufällig das Privileg des Mitgründers hatte, bist du jetzt VP Engineering und ich bin Capo. Dann haben wir das glaube ich salomonisch und sehr gut gelöst und seitdem bin ich CIO und über die Zeit habe ich dann die Verantwortung für die People Funktion mitübernommen und im Zuge dessen habe ich mich immer mehr gefragt, was machst du eigentlich in den ganzen Letzten Tag. So, die Antwort ist, Programmieren war es schon lange nicht mehr, was aus Sicht von Flix bestimmt etwas Gutes ist. Und habe ich mir halt eigentlich bin ich den ganzen Tag damit beschäftigt, Herausforderungen zu erkennen und abzubauen, dass unser Team so schnell wie möglich agieren kann. Das sind ja hunderte brillante Leute, ne? Und vor allem bin ich sehr stolz auf die Flix Tech, weil mit der Hand oder mit der Flasche groß gezogen und da muss ich natürlich dafür sorgen, dass die so schnell wie möglich laufen können. Und dann habe ich mir gedacht, eigentlich komme ich mir vor, wie Luigi und Luigi deswegen und nicht Mario, weil Luigi grün ist. Offensichtlich ein großer Vorteil gegen Mario und das Resultat war, dass ich quasi der Chief Organizational Plumber bin und Andre findet es ein bisschen albern, aber ich finde es beschreibt am besten was ich tagtäglich tue.
Philip Deutscher 3:49 ↗
Aber das bedeutet, der VP Engineering reportet trotzdem an dich und du bist dann quasi auch wenn du die Rolle nicht offiziell hast, dann der inoffizielle CTO weiterhin.
Daniel Krauss 3:58 ↗
Ja, das kann man so sagen. Wobei wir mittlerweile ja sehr viel größer sind. Das heißt, es gibt die CTO Rolle bei uns, das macht die Hanna Huber und wie du korrekt sagst, die ist einer meiner beiden Directs. Der andere Direct ist unsere CHRO, quasi unsere People Chefin und innerhalb der Tech Organisation gibt's mittlerweile einige VP Engineerings und inoffiziell ist es schon noch so, dass die großen Themen, ne, wenn wir darüber sprechen, wie bauen wir unsere Tech Organisation, wie bauen wir die unserer Plattform zugrunde liegende Architektur und welche großen Leitplanken schlagen wir ein, um sozusagen dann auch die fast schon alltäglichen technischen Entscheidungen richtig einzuordnen. Da mische ich mich schon noch ein aus Spaß, aber auch, weil ich denke, dass ich da noch Mehrwert bieten kann.
Philip Deutscher 5:04 ↗
Sehr gut. Ich habe tatsächlich ja im Vorfeld noch mal so ein paar kleine digitale Helferlein losgeschickt. Manche sagen LMs dazu, um noch mal zu dir zu recherchieren. Und eine Sache ist mir aufgefallen, die verschweigen alle konsequent, dass du mal CTO von Flix warst. Selbst auf Nachfrage, wo ich sagt, das kann nicht sein, sind Sie der Meinung, nein, es gibt keine Hinweise mehr darauf, dass du jemals diese Rolle hattest. Also, ne, da kann ich da hatte mich mein Gedächtnis nämlich noch nicht im Stich gelassen, aber die LMs mittlerweile haben diesen Teil deiner Geschichte anscheinend getilgt.
Daniel Krauss 5:37 ↗
Das ja, das ist ja eine Frage, wie die nachgucken, ne? Und es gibt ja so Menschen, die dann die einzelnen Schritte und Veränderungen beispielsweise in LinkedIn kund tun. Das habe ich ja nie, ne? Ich habe einfach das bei mir steht ja quasi ein Volkszeitraum drin und ich habe oben immer an dem Titel rumgeschraubt. Das heißt, es gibt da keine Stufen, die sich verändert haben. Das heißt, so wie LMs funktionieren, kann ich zumindest die Antwort nachvollziehen.
Philip Deutscher 6:00 ↗
Ja, genau. Wenn sie nur da reingucken würden, aber normalerweise es gibt ja mit Sicherheit auch andere Publikationen, wo du aus der damaligen Zeit dann noch als CTO geführt wirst. Also ich war trotzdem einigermaßen überrascht, dass das dann nicht mehr auftritt, aber dann sind wir wieder bei dem Punkt, wir dürfen nicht allem trauen, was wir da vorgesetzt bekommen. Bei Mitarbeitern übrigens auch nicht. Aber reden wir mal über die CTO Rolle selber, denn viele Entwickler haben ein sehr eindimensionales Bild vom CTO. Ich weiß nicht, ob du das ebenfalls wahrgenommen hast aus deiner Zeit noch so bester Coder, tiefster Tecky oder auch die höchste Eskalationsinstanz. Was ist an diesem Bild so aus deiner Sicht falsch oder zumindest unvollständig?
Daniel Krauss 6:39 ↗
Die Eskalationsinstanz ist schon was in der Art des Jobs liegt, weil das C kommt ja als mit dem Chief und mein Tag ist schon dadurch geprägt, dass Probleme, die nicht weiter gelöst werden können, von der Organisation dann auf meinem Tisch liegen und deswegen ist das okay. Aber der beste Programmierer kann ich ja schon gar nicht sein, weil wenn du das C inne hast, ob durch Karriere oder durch Gründung, dann musst du ja unter anderem, meiner Meinung nach in der Zwischenzeit in der Lage gewesen sein, eine sehr gut funktionierende Organisation zu bauen, die wiederum aus Leuten besteht und mein Ziel war von Anfang an immer Leute zu finden für die einzelnen Tätigkeiten und es gibt da ganz viele Rollen, die signifikant besser sind als ich. Das heißt, im klassischen Engineering musste ich ja und da habe ich sogar mit unserem ersten damaligen Praktikanten, der mittlerweile Principal bei uns ist, schon angefangen. Die Leute mussten besser sein als ich, weil sonst hast du irgendwann so eine Art Zwergenstart und in der Konsequenz führt es dazu, dass ich jetzt mittlerweile eher wahrscheinlich einer der schlechtesten oder vielleicht sogar der schlechteste Coder bin, was ganz gut passt, weil Coding war nie das, was mir wirklich viel Spaß gemacht hat. Und was das technische Wissen angeht, ist immer eine Frage des Kontextes. In so einer Tech Organisation haben wir Teams, die sich mit einem Produkt beschäftigen oder wir haben Bereiche, die sich mit einer Seite der Plattform beschäftigen. Und da haben wir natürlich Spezialisten, die die Details mit Sicherheit besser kennen als ich. Aber das Gesamtbild, wo geht die Reise hin? Teilweise ja auch mit man kann es als Information bezeichnen, aber wenn ich als Gründer mir überlege, wo wir die Firma gemeinsam hinführen, dann sind es ja keine fachlichen Informationen oder sachlichen Informationen, die ich vorenthalte, sondern einfach was bei Jochen Andreum mir im Kopf ist. Das entsteht da. Damit habe ich aber im Tagesgeschäft Informationsvorteil und diesen gesamtgalaktischen Informationsvorteil in technische Gedanken zu übersetzen, die dann am Schluss zu einer Architektur führen, aber vor allem auch zu einer Organisation, die das begünstigt. Da gibt's ja das Conway's Law, dass die beiden Dinge zusammenbindet.
Philip Deutscher 9:02 ↗
Das ist natürlich was du in dem C, also als CTO schon können musst, aber genau da liegt auch der Hasenpfeffer, wie du es gesagt hast. Ein CTO muss den Kontext des Geschäfts und schlussendlich des Geschäfts auch wirklich gut verstehen, weil die wenigsten Geschäfte sind reine Tech Plays. Also wir verdienen unser Geld, indem wir Menschen, unsere Kunden von A nach B transportieren und wir machen es besser als alle anderen mit Hilfe von Tech, aber ich verdiene mit Tech nicht direkt Geld und das ist in vielen Fällen ebenso und dann musst du als CTO vor allem auch diesen Kontext verstanden haben.
Daniel Krauss 9:43 ↗
Richtig.
Philip Deutscher 9:44 ↗
Und jetzt bist das ist natürlich jetzt die Haltung oder die Meinung, die du zum Lauf der Jahre entwickelt hast. Du hast im Vorgespräch erzählt, dass du auch schon sehr früh und gerne an Rechnern gebastelt hast, aber das Programmieren selbst und du hast es jetzt eben auch noch mal gesagt, hat ja nie so den meisten Spaß gemacht. Trotzdem hat sich daraus ein Weg in die Tech Rolle ergeben. Wie kommt es dann dazu? Und hast du dann auch am Anfang bei Flix selbst mitprogrammiert oder warst du vom Anfang an eher in der Business Tech Funktion unterwegs?
Daniel Krauss 10:12 ↗
Ganz am Anfang habe ich das, aber vor allem Infrastrukturnah, ne? Das war das und da kommt vielleicht schließt da der Bogen zu ganz früher, wo wir an Rechnern rumgeschraubt haben, wo ich irgendwie selbst mit dem Lötkolben und Grafikkarten unterwegs war, was bisweilen erfolgreich war. Der also der das wo es blinkt und so, das hat mich immer gereizt. Das heißt, diese DevOps Rolle war was, da habe ich mich noch am ehesten gesehen, auch nicht immer super erfolgreich. Jetzt kommen da muss ich schmunzeln, da kommen Gedanken hoch. Wir hatten mal so eine 1 € Aktion und da mussten wir, weil wir natürlich Traffic erwartet hatten und damals war das alles noch irgendwie beim Hetzner. Und dann musste ich da in der Patchi Konfiguration was ändern und na ja schlussendlich hat mich meine Frau abgeholt und wir haben den Freitag Nachmittag nicht irgendwie am Tegernsee verbracht, sondern im Büro, weil die Config nicht so von Erfolg gegrüht war. Also solche Sachen, da war ich schon noch tief mit drin und so Kleinigkeiten, aber die großen Dinge da habe ich frühzeitig entweder Leute, die ich schon kannte, die ich vertraut habe mit reingeholt oder auch mit externen, was nicht immer erfolgreich war, zusammengearbeitet, weil ich das während des Studiums, weißt du, Programmieren ist ja wie eine Sprache lernen und ich hatte immer eine Herausforderung einen sehr guten Weg zu finden, der Maschine meine Gedanken zu übersetzen. Aber ich habe auch dieselbe Herausforderung, meine Gedanken auf Papier zu bringen. Mittlerweile geht es, du lernst es alles, aber ich würde jetzt kein Poet werden. Und deswegen hat mich das relativ schnell gelangweilt, weil ich halt mich, weißt du, wenn du so das ist jetzt geil mit Cloud Code und den LMs, weil dann fällt einem das viel einfacher, aber früher war ich so selbst limitiert und das stresst dann und dann hast du dich halt auf andere Dinge konzentriert und weißt du, wenn du alles nur mit if Schleifen löst, da weißt du auch irgendwann, dass du nicht der beste Programmierer auf dem Planeten bist. Auf der anderen Seite hat mich schon immer das Zusammenspiel von Menschenorganisation bereizt, ob das in der Jugend war als Sportcoach oder als Zeltlagerbetreuer, das fand ich schon immer toll, Menschen so zu motivieren und zu animieren, dass sie gemeinsam mit einem größeren Ziel arbeiten. Und dann hatte ich das Privileg, beides quasi zusammen zu binden und bin quasi mit ausreichend wenig hartem Programmieren durch.
Philip Deutscher 13:02 ↗
Und wie viel technische Tiefe braucht man denn am Ende des Tages dann noch wirklich, um eine Tech Organisation wie bei euch zu führen? Wo ist denn fundiertes technisches Verständnis unverzichtbar? Gibt es den noch oder sagst du, ne, es ist alles nur Organisation und Business?
Daniel Krauss 13:18 ↗
Nee, du musst schon und meine Antwort ist jetzt vor der Zeit der LMs, wo dir quasi fast alles abzüglich der Halluzinationen rausziehen kannst. Das ist schon wichtig aus zweierlei Gründen. A, um Entscheidungen hinterfragen zu können, sinnvoll und nicht immer nur mit Warum? Warum? Ja, wie meine vierjährige Tochter und B, um auch so eine bisschen eine Credibility zu haben, weil ich habe ja gesagt, ne, du musst schon dafür Sorge tragen, eine Organisation zu bauen, die dann schlussendlich dir auch folgt und sagt, okay, wir machen das so, weil es sinnig klingt und nicht nur, weil es der Capo ist oder aus Prinzip oder sowas, ne? Und dann brauchst schon bisschen auch Street Credit. Und gerade wenn du im Alltagsgeschäft oder gegenüber irgendwie dem Board, dem Aufsichtsrat manchmal abkürzt, dann ist ganz witzig bei uns, weil da wurde ich gleich zu Ressort gerufen, da ich habe neulich was über API kund getan, weil ich eigentlich nur beschreiben wollte, wie unsere zukünftige sehr offene Architektur aussieht und dann gab's gleich Feedback, weil sie ist ja das aber nicht richtig. Weil wir haben vor einigen Jahren auf eine Event-basierte Architektur umgestellt, ne, mit Kafka und dann hast du also technisch gesehen sind es ja Events und keine sag ich ja, okay, ich weiß so und dann ist es ganz gut, dass du a in dem Fall Feedback bekommst und B aber auch zu Riss gerufen wirst und das aber auch alles verstehst, weil die Leute, die sehr eng mit mir arbeiten, die haben sofort verstanden, was ich wollte, auch wenn ich es inhaltlich falsch getan habe, aber es gibt halt hunderte andere Menschen, die dann sagen, oh nee, dann ist jetzt halt vielleicht die Zeit von Events und Kafka vorbei. Wenn der Alter sagt, wir machen es wieder irgendwie more on the API Level, dann schrauben wir jetzt halt wieder so rum an den Dingen. Und deswegen ist es schon, glaube ich, unabdingbar so ein bisschen zumindest zu wissen, worüber man spricht, gerade was die Grundlagen angeht und insbesondere und das gleiche, was du gerade gesagt hast, wird es auch jetzt wichtiger im Umgang mit den LMs, um die zu callen, würde man beim Poker sagen, wenn sie halluzinieren. Oder auch da wieder die Ergebnisse einordnen zu können. Und deswegen sollte man auch meiner Meinung nach, egal wie wenig ich jetzt wenn ich einmal alle Jubeljahre bei uns im Git unterwegs bin, ist es viel. Aber dennoch muss man sich ja natürlich damit beschäftigen, wie sich Technologien weiterentwickeln, ne? Damit du in der Diskussion beispielsweise welches Modell wir jetzt wie einsetzen, damit du da zumindest sinnvolle Fragen stellen kannst. Das musst du, glaube ich, gewährleisten und im technischen Kontext sind es halt häufig auch technisch sinnvolle Fragen.
Philip Deutscher 16:26 ↗
Ja, und auf der anderen Seite ist gerade in dem LM Kontext, es sind ja nicht nur technische Fragen, die das nach sich zieht, sondern durchaus auch Fragen nach Kosten, nach Guardrails, nach Data Privacy und so weiter. Also auch Fragen, die natürlich dann auf ein größeren Business Impact haben können und gut zu wissen und zu hören, dass du trotzdem den Anspruch hast in diesen Meetings nicht nur dabei zu sein, sondern auch a die richtigen Fragen zu stellen und dich nicht bullshitten zu lassen. Ich glaube, das ist auch in dem Kontext mit anderen CTOs, mit denen ich spreche, eine Eigenschaft, die selbst wenn man irgendwann sagt, ja, ich habe nicht mehr den Anspruch, alles in der technischen Tiefe verstehen zu wollen, zu müssen, aber auf einem höheren Level da schon und da will ich auch noch mit in the Loop sein. Und so höre ich das bei dir eigentlich auch raus, dass du das immer noch so praktizierst. Hast du irgendwie einen Beispiel für eine schlechte Entscheidung aus deiner CTO oder CIO Reise so dich geprägt hat? Ich meine, du hast eben das Beispiel gebracht, dass ihr irgendwas eine 1 € Aktion hattet und du saßst dann da und konntest dann das Wochenende scheitern, ne? Also, wenn du mal irgendwas halbfertig committed hast und Augen zugedrückt hast und Stuh oder wenn du einfach selber noch in der Config so halbwissend irgendwas reingeschrubbelt hast, weil du gedacht hast, er wird schon halten, hebt schon. Das sind aber alles nicht die Dinge, die in der Heimzeit, also wir hatten an der ein oder anderen Stelle uns auf externe verlassen müssen, auch in Bereichen, die für uns kriegsentscheidend sind. Und zwar ist es natürlich in unserem Fall alles, was die Kernplattform angeht, was das Pricing angeht, was den Vertrieb angeht, die Art und Weise, wie wir unsere Routen planen. Das sind Dinge, die schlussendlich kind of the secret source sind und da dich von dritten abhängig zu machen, halt dich für schwierig. Und die Ursache, warum wir das damals gemacht haben und machen mussten, liegt auch daran, dass ich am Anfang bei Entscheidungen zu lang gehadert habe, ein bisschen links rumprobiert, bisschen rechts rumprobiert, vielleicht auch bei einigen Design Fragen zu groß angefangen habe, also direkt irgendwie versucht habe eine Wunscharchitektur aufzumalen, aber weißt du, dann dauert's halt ewig und am Schluss der die Zeit davon gelaufen, dann musstest du liefern und dann hast du halt, ne? So und das heißt, du hast dann das ganze an extern geben müssen aus Zeitgründen und hast dann Dinge an nein Offshoring abgegeben und die haben dann nicht geliefert oder haben das nicht oder hab Ja, okay.
Daniel Krauss 19:06 ↗
Genau. Also du, was heißt nicht geliefert, ne? Sehr witzig, weil wenn du dir das mal auf der Zunge zergehen lässt, habe ich am Anfang nicht sauber das MVP definiert. Es war alles viel zu groß und so und das hat dazu geführt, dass ich dann kurz vor Knapp war und konnte es selbst nicht mehr liefern. Auch naiv zu denken, dann kann Externer liefern. Ich meine, how there ja, du hast da mehr Capacity, aber du musst die auch briefen. Du musst auch ein sauberes MVP definieren, weil es ist ja immer quasi immer ein Dreieck und dann hast du noch die Abhängigkeit dazu und die anderen bauen das noch auf, dass in deinem Kernbereich eigentlich du und deine Mannschaft ausbauen sollten. Also da hatte ich dann zwei, drei Situationen, wo wir uns quasi wieder befreien mussten, ne? Jetzt wo ich mir war, da hast du dich aber vorher auch einfach selber in Knast gesperrt, das hättest du auch anders lösen können. Und ich glaube, die Ursache war wie gesagt immer nicht genug Entscheidungsfreudigkeit und diesen Hang zum Perfektionismus, was Techis ja auch häufig haben. Ich will es halt wirklich geil bauen, aber am Schluss ist das nicht ausschlaggebend, sondern läuft es und macht's was es soll. In unserem Fall halt ganz am Anfang Tickets verkaufen. Ja, super simpel. Und nicht ist es schon das schönste Stück Software, das die Welt hier gesehen hat. Interessiert nämlich keinen.
Philip Deutscher 20:20 ↗
Ja, du hast auch gesagt, größere Tech Rollen bestehen aus ganz viel Organisationsaufbau, vielleicht sogar vor 5 Jahren noch mehr wie jetzt aktuell. Was bedeutet das denn für euch in so einer großen Tech Organisation, wie ihr das seid, vielleicht auch gerade von Hinblick, wie es 2020/21 war und was sich da jetzt bis jetzt halt hin verändert hat. Du denkst ja mit Sicherheit anders über das Thema Organisationsaufbau nach wie noch so zur Coronazeit oder davor.
Daniel Krauss 20:46 ↗
Ja, also die a ist so, es ist nie viel hilft viel und b hat man gleich die Tendenz dann eher übers Ziel hinaus zu schießen. Und die Frage ist ja immer, wenn du jetzt auf deine Organisation guckst, wo entstehen Bottlenecks, also wo klemmt's und das ist häufig in einer Situation der Organisation, weil unterschiedliche Größen, unterschiedliche Schnitt ist immer sehr ähnlich, wo die Bottlenecks stehen und das dann wirklich zu hinterfragen und aufzulösen ist, glaube ich, eine wiederkehrende Kunst. Aber natürlich verändert sich global an die Organisation. Also als wir angefangen haben, das war ganz ich me damals war noch kleiner Server, da haben wir uns gerade von Hetzner Richtung Cloud beschäftigt, also eine andere Welt und da gab's, weiß ich noch, da gab's dann ein Backend Team und dann gab's ein Frontend Team und dann gab's ein Mobile Team und dann gab's ein Infrateam und dann haben wir das halt so aufgebaut, ne? Und irgendwann haben die halt alle aufeinander gewartet, weil ja keiner eine Ende zu Ende Verantwortung hatte und weil auch keiner in dem Setup irgendwie irgendein Produkt, Feature, irgendeinen Kundentha vor Augen hatte, weil was das ja Head of Backend, ich meine allein der Name, das interessiert ja niemanden. So und dann haben wir das erste Mal umgebaut und haben gesagt, okay, wie ist denn unsere Firma aufgebaut? Welche Domänen hat denn unsere Firma? Und haben dann so Domänencluster gebaut. Und das hat auch große Umbauten nach sich gezogen, weil natürlich wenn jemand nur fürs Backend verantwortlich ist, dann sieht der Code den Person baut anders aus, als wenn er für ein ganzes Feature, ein Produkt verantwortlich ist. Das heißt, da haben wir relativ viel umgebaut, was dann auch uns befähigt hat von einer monolitischen Struktur, die völlig in Ordnung ist, kommt auf den Use Case drauf an, aber in unserem Fall dann etwas verteilter uns aufzustellen, weil wir sonst nicht mehr in dem Maße hätten skalieren können und dann hatten wir zwar diese Domänen, aber dann ist mir aufgefallen, so wie unser Gesamtgeschäft strukturiert war, war es schon gar nicht mehr optimal. Das heißt, ich habe was in die Tech kopiert, was schon suboptimal war. Und dann ist mir aufgefallen, eigentlich ist meine Aufgabe mit meinen Business Kollegen, mit meinen Mitgründern und CEO zusammen zu gucken, okay, was ist eigentlich unser Operating Model? Wie sieht denn das Gesamtmodell aus? Weil sonst hängt die Tech ja immer suboptimal hinterher.
Philip Deutscher 23:14 ↗
Ja.
Daniel Krauss 23:15 ↗
Und dann irgendwann haben wir tatsächlich, ich meine, für uns ist es relativ simpel, man kann sagen, es ist ein zweiseitiger Marktplatz. Das heißt, ich habe jetzt einen Großbereich, ne, im Demand Kontext, also B2C und dann ein Großbereich im Supply Context, also B2B, die ganzen Partner und so weiter und so fort. Und was über die Zeit jetzt viel wichtiger geworden ist, ist dieser Foundation Bereich, der eigentlich da ist natürlich auch DevOps drin und diesen ganze dieser ganze Klettererad, aber auch ganz viel Enablement, was jetzt wie gesagt noch wichtiger wird, weil mit diesem AI Hype, wenn er auch immer mehr Menschen befähigt irgendwie Dinge zu erzeugen, Code zu erstellen, die jetzt nicht perfekt über Architektur und Datenbankdesign nachdenken, sondern einfach mal was coden und die muss natürlich einhegen und gleichzeitig befähigen, dass da keine Scheiße bei rauskommt.
Philip Deutscher 24:09 ↗
Ja, wie erkennst du denn jetzt aktuell, dass ob eine Teamstruktur gut ist oder schlecht ist oder wie stellst du sicher, dass die Architekturentscheidungen am Ende des Tages nicht losgelöst vom Geschäftsmodell getroffen werden?
Daniel Krauss 24:21 ↗
Also die Architekturentscheidungen, die treffen wir gemeinsam. Da gibt's ein Architecture Board bei uns, da sitzen die ganzen Silberrücken und die geben so grundlegende Guidelines. Es ist wichtig, weil du durch diese Abstimmung auch eine gewisse Flughöhe erzeugst, wo dann ich will nicht sagen alle, aber ein Großteil der alltäglichen Voraussetzungen gemeinsam diskutiert werden, damit du keine Mikroentscheidungen triffst, die dann immer nur ein Suboptimum erzeugen und ob Teams gut funktionieren, das sehe ich witzigerweise auch mittlerweile. Also ja, hast du die klassischen Metriken z.B. Dora oder wie viel Bugs hauen die raus und wie lange brauchen sie dies fixen etc. pp, aber auch da ist mein Blick über die Zeit viel stärker in Richtung Business gewandert. Wenn Team gut ist, dann erzeugt es echten Value. Das heißt mehr Umsatz, mehr Kunden nutzen oder weniger Kosten. Und das du merkst es, wenn da Leute intrinsisches Interesse dran haben, wenn selbst also der Product Owner, dass der die P&L kennt, wo auf der P&L zahlen denn seine Produkte ein. Ja. Und auch Entwickler, die hinterfragen, was kostet es eigentlich und was bringt's, wie ist sozusagen das Verhältnis zu dem, wenn da dieses kontextuelle Wissen vom A Geschäft aber B, wie sind die Zahlen? Wenn das Eingang findet in ein Team, ein echtes Entwicklungsag Team, dann weiß ich, ah, das geht in die richtige Richtung.
Philip Deutscher 25:52 ↗
Lässt sich das bei einem Tech Team, das für eine Plattform zuständig ist, immer so eindeutig beantworten, was für ein Value sie liefern? Also wahrscheinlich vielleicht ja, wenn sie ein neues Feature deployen, dann ja, aber wenn sie z.B. jetzt Abkürzungen nehmen, um bestimmte Sachen schneller zu liefern, den die Zahlung dafür, dass der Umsatz vielleicht später weniger schnell wächst oder langsam wächst oder sogar runtergeht, der kommt ja vielleicht erst einem halben Jahr oder einem Jahr.
Daniel Krauss 26:17 ↗
Ja, also wir haben zum einen ist eine Frage, wie sie Kunden definieren. Eine Kunde kann auch ein anderes Team sein und dann ist die Frage, mache ich das Team irgendwie schneller, ne? Durchlaufzeitverbesserung. Ein klassisches Beispiel, das wir immer hatten und da fängt's mit Transparenz an. Wir hatten ein Foundation Team, das war als wir noch auf PHP waren, das war für Symfony verantwortlich und da waren wir auf irgendeiner Symfony Version von Ano dazu mal, ne, nicht mehr supported. Alles irgendwie wahrscheinlich heutzutage mit Mythos löchrig ohne Ende. Ja, und dann hieß es, wir müssen jetzt hoch und natürlich teuer Aufwand. So und es stand aber nirgendwo. Es war auf keiner Road mehr, es war nirgendwo, weil es war so ein Tech Thema, Tech Foundation Thema whatever. habe ich gesagt, nee, ich will, dass das transparent gemacht wird. Ich will den Aufwand lernen und ich will wissen, was ihr denkt, was der Nutzen ist.
Philip Deutscher 27:06 ↗
Und da kann, also du als CTO, welche Frage hast du dann dem Team gestellt, bevor es so eine große technische Entscheidung trifft? Hast du dann immer dann direkt gefragt, was ist denn der Value davon oder hast oder welche Frage hast du gestellt?
Daniel Krauss 27:18 ↗
Genau, warum machen wir das? Ja, und dann hast du natürlich Totschlagargumente, wie es wird nicht mehr supportet, es ist irgendwie buggy, aber dann sage ich okay, aber ist es denn auch schneller? Krieg ich da irgendwas dafür? Ist es irgendwie im Betrieb günstiger, weil es weiß ich nicht ja weniger Comput braucht, whatsoever. So, also du musst die Fragen dann schon so stellen, dass du das verbindest, den technischen Nutzen mit, weil du musst den Leuten ja deine Gedanken mitgeben. Das heißt, ich hatte vorhin also die Definition von das weiß doch jeder und so Common Sense immer so, das ist nur dann Common Sense, wenn du vorher erklärt hast, was Common Sense ist. Es hat nicht jeder denselben Common Sense. Und dann musst du da eben die Schnüre zusammenbinden und da lasse ich dann zu Beginn zumindest nicht einfach jedes Totschlagargument, Security immer so ein Touch Moment gelten und dann musst du dann halt drei, vier Fragen stellen und dann merkst du schon, dass bei guten Teams quasi, wie meine Oma sagen würde, der Groschen fällt, dass sie dann anfangen etwas holistischer drüber nachzudenken. Weil am Schluss ne auch die Diskussion zu Tech Debt, das ist ja wir müssen alle Steuern zahlen, das ist so oder aber man muss sich das halt bewusst sein und kann es nicht einfach nur zu Nonchalant hinnehmen. Das ist mir zu kurz gesprungen.
Philip Deutscher 28:42 ↗
Ja, jetzt ist Flix nach außen betrachtet und du hast es auch gesagt ein Mobilitätsunternehmen. Intern aber eigentlich eine massive Traveltech Plattform. Was ist denn der technische Kern von dem, was ihr baut oder was ihr bereitstellt, der für viele von außen gar nicht sichtbar ist oder der massiv unterschätzt wird?
Daniel Krauss 29:04 ↗
Also, der technische Kern hat meiner Meinung nach mindestens drei Teile. Man kann wahrscheinlich noch einen vierten dazu nehmen. Der offensichtliche Teil ist mehr oder weniger klassisches E-Commerce. Wir verkaufen Tickets. Der zweite Teil, der eigentliche Nukleus ist, ist unser Inventar. Das wie bei einem Onlineshop, wenn du möglichst viel von dem Zeug, was du haben möchtest, bei dem Onlineshop findest, dann ist der normalerweise relativ weit oben in der Auswahl, wenn du überlegst, was kaufe ich, wo du hinsurfst und so. Das heißt, für uns ist es die Ansammlung und die Kombination von allen Zielen, die wir anbieten, die dann in dem Fahrplan resultieren. Wie macht man das möglichst clever, dass du eine hohe Taktung hast, dass du es kosteneffizient machst? Wie baust du schlussendlich unser Inventar, unseren Fahrplan bestmöglich? So und das ist an sich schon sehr kompliziert auch in der Optimierung, aber es macht's natürlich noch mal komplizierter, wenn deine Partnerunternehmen lokal präsent sind. Ich kann die ja nicht beliebig rumschieben, weil die haben ja sozusagen eine gewisse lokale Gravitation. Das zweite ist, wir sind immer im Wettbewerb mit der Bahn, mit dem Auto, manchmal mit dem Flieger. Das heißt, du musst immer ein optimalen Preispunkt setzen, was sind Menschen gewillt zu bezahlen für Mobilität und für bei uns natürlich für den Flixbus oder für den Flix Train und das herauszufinden, die Daten zu erheben, zu verarbeiten und möglichst schnell so zu entscheiden, ne? Klassisches Pricing Revenue Management. Das ist der dritte Teil, der elementar ist. Das ist auch der Teil, wo wir schon weit vor dem aktuellen Transformer Hype mit künstlichen Intelligenz im technischen Kontext, klassisches Machine Learning angefangen haben zu arbeiten. Und dann ist der Teil, den ich gerade so ein bisschen stiefmütterlich mit Unrecht behandle, der Operational Teil, weil du darfst nicht vergessen, dass wir eine Flotte von mehreren 1000 Fahrzeugen haben, die 24 Stunden über der ganzen Welt verstreut unterwegs sind. Chile, Indien hier und ich will ja immer als erster wissen, falls mal was nicht optimal funktioniert. Das heißt, diese betriebliche Überwachung, Flottenmanagement, Traffic Control und so weiter und so fort, das ist quasi der letzte Teil den ich jetzt wie gesagt mit Unrecht etwas stiefmütterlich behandle.
Philip Deutscher 31:35 ↗
Was war denn so gerade in den frühen Flixjahren so die technischen oder organisatorischen Wetten, die sich im Nachhinein als die richtigen Milestones rausgestellt haben?
Daniel Krauss 31:47 ↗
Als wir unseren ersten großen M&A gemacht haben, Flixbus und MeinFernbus zusammengeschraubt haben, habe ich mir beide Systeme angeguckt und mir erschien das MeinFernbus System superior, also besser. Und obwohl es offensichtlich nicht mein System war zu dem Zeitpunkt, habe ich mich dafür entschieden, das ehemalige Flix System abzuschalten, der Mannschaft zu erklären, wir bauen jetzt an was anderem und manchmal wie viel Gegenwind hast du da bekommen intern? Ich habe es, es war eine positive Überraschung gepaart mit direkt einem neuen Auftrag sozusagen. Das heißt gar nicht so viel, ehrlicherweise. Mit der Entscheidung haben wir dann auch angefangen, das erste Mal neben PHP Java als große zweite Sprache einzuführen, die sich jetzt eigentlich auch breit gemacht hat und das war ganz gut, dass wir da mal schon so einen langen Nukleus hatten, weil es einfach irgendwann im Enterprise Bereich PHP so ein bisschen an seine Grenzen und da war ich ganz froh, dass wir direkt Java genommen hatten und nicht irgendwie dann damals war es super schick auf Ruby zu gehen, aber puh, Gott bewahre, das hätte mich jetzt wahrscheinlich viel Nerven gekostet. Wir haben in dem Zeitraum aber auch echt falsche Entscheidung getroffen. Wir sind damals auf Angular gegangen, weil wir es hipper fanden als React in the early days, wenn du dich erinnerst.
Philip Deutscher 32:59 ↗
Angular haben aber viele gemacht.
Daniel Krauss 33:00 ↗
Ja, genau. Das war alles mies. Wo gehobelt wird, fallen auch Späne, als ich vorhin gesagt habe, als wir die Organisation umgebaut haben und die Plattform unter Druck geraten ist, wir haben dann das Decoupling mit so Self Contain Systems gemacht. Das ist immer nur so eine 80% Lösung, weil du nicht eigentlich auf allen Schichten sofort trennst und so. Das an der Datenbank hängt da noch Dinge zusammen und so. Also das war aber good enough vom Aufwand her und dann hat sich witzigerweise manchmal muss auch Glück haben, ne? Also, wir hatten damals sehr seniorige DevOps Kollegen, geiler Typ, den Steffen, der hat mit Kubernetes rum angefangen rumzufuhrwerken und dann waren wir da relativ früh dran und das war eine gute Entscheidung, ne? Also die Containerisation und dann auch ein bisschen die Abstraktion zu den Hyperscaler und hatten wir einen anderen Kollegen, der auch witzigerweise fast schon eher aus einer spielerischen Natur, wir hatten Rabbit eine ganze Zeit lang und dann hat er sich mit Kafka beschäftigt und wir hatten echt am Anfang auch Kost, weil da war noch viel PHP und das hat alles echt geknarzt, aber jetzt im Nachhinein war Kafka frühzeitig auch eine gute Entscheidung. Und dass wir halt dann wirklich sehr früh in die Cloud in unserem Fall auf AWS gewechselt sind. Das war auch war auch glaube ich eine gute Entscheidung, weil uns sonst der Hetzner geiles Unternehmen, ja, Franke offensichtlich, aber das wäre uns um die Ohren geflogen. Also, wir haben da schon rückwirkend paar gute Entscheidung getroffen und das ist so, glaube ich, ein grobes Samurium denen, die wichtig waren. Wo ich lang gehadert habe und wir viel Leergeld auch noch bezahlen, war so ein bisschen die Frage native oder Hybrid im Mobile Kontext. Ja, aber im großen und ganzen hab das beantwortet.
Philip Deutscher 35:09 ↗
Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht. Seid ihr Native unterwegs?
Daniel Krauss 35:13 ↗
Ja, ich würde sagen, wir sind noch zu großen Teil Native unterwegs. Das hat sich ein bisschen mit React jetzt geändert, aber wir haben bisher z.B. bin noch nicht irgendwie groß auf Flutter gesetzt oder so. War da, also ich bei sowas, das ist eine interessante, da habe ich ein Gefühl, was mich stört. Ich will nicht sagen, ich habe kein gutes Gefühl oder so, aber ich habe kein Gefühl, was mich stört. Da bin ich z.B. bin mittlerweile technisch so weit weg, dass ich dann immer glaube, was zu wissen oder ich lese irgendwas und so, aber gleichzeitig darfst natürlich den Leuten auch nicht auf den Sack gehen mit qualifiziertem oder gefährlichem Halbwissen. Also mobile, glaube ich, aber glaube ich müsste bei uns schon noch mehr gehen, aber glauben heißt bekanntlicherweise nicht wissen.
Philip Deutscher 35:58 ↗
Ja, was sind denn bei euch? Ihr habt viel mit Internationalisierung gearbeitet. Ihr habt Akquisitionen gemacht und damit gearbeitet. Was ist denn so im Thema Kulturintegration nach so einem M&A besonders schwierig? Vielleicht gerade auch in eurem Umfeld.
Daniel Krauss 36:13 ↗
Das kommt darauf an, ne? Also jetzt auf MeinFernbus von damals Bezug zu nehmen, ich habe entschieden, dass ich seit dem Zeitpunkt wirklich regelmäßig eigentlich wochenseitig mittlerweile alle zwei Wochen in Berlin bin. Das war wichtig, um die Kulturen von Flix und MeinFernbus zusammenzubinden, ne? Best of both
Worlds und aber auch beide gemeinsame Legacy zu bewahren. Das kulturelle ist immer relevant. Jetzt in dem Fall von Greyhound. Deswegen, weil das natürlich 100 Jahre sind und im Texas eine andere Arbeitskultur herrscht, da muss man auch persönlich ran und da geht's dann gar nicht um Tech oder nicht Tech, sondern geht's einfach darum Dinge zu finden, die einen verbinden. Und vor allem nicht irgendwie hochnässig oder überheblich ranzugehen. Technisch ist es aber so, dass wir seit der Fernbusgeschichte eigentlich sagen, wir integrieren nichts, sondern wir schalten ab und kopieren die Reservierungen und die Kundendaten. Und wenn wir sehen, dass irgendwo jetzt bei Greyhound Features Anlagen, die wichtig sind, dann programmieren wir die nach in unserem Ökosystem, aber wir schrauben keine Sachen zusammen. Das funktioniert nicht meiner Erfahrung nach.
Aber man muss eben auch immer bereit sein zu lernen, ne? Also während Covid haben wir Kamil Koç in der Türkei übernommen und waren da nicht genug on the ground einfach, ne, damals. Wir erinnern uns alle und da sind wir live gegangen und ich hatte ein gutes Gefühl, aber wir hatten nicht verstanden, wie unterschiedlich gerade das Partnermodell der Türken ist und da gab es schon ordentlich Feedback und wir mussten über Weihnachten nacharbeiten. Und jetzt auch in Indien, ne, da erhöhen wir gerade unseren lokalen Tech-Footprint auch. Warum? Weil ich glaube, dass wir mehr local for local machen müssen, weil die Inderinnen und Inder als unsere Kundinnen und Kunden einfach auch anderes gewöhnt sind, ne? Also wie Datach funktioniert, wie sozusagen Transportation da unten funktioniert. Und da muss man dann schon auch einfach zugestehen, dass entweder man sich sehr viel mehr mit dem indischen Markt beschäftigt und dann zeitweise Zeit in Indien verbringt oder dass man sagt, okay, ich habe eh immer ein Kapazitätsthema und brauche mehr Ressourcen und dann habe ich jetzt halt ein paar indische Ressourcen, weil die eben auch dann den Markt da besser verstehen.
Philip Deutscher 38:42 ↗
Wenn du jetzt an FlixBus Tag heute denkst, was davon also siehst du da noch wirklich Startup DNA im Unternehmen oder bist du... Ich meine, das ist ja was viele Founder gerade, wenn ihr Unternehmen größer wird, dann immer mit einem weinenden Auge hinterher trauern, so die eigentliche Startup DNA, der Drive, das Agile und je größer das Unternehmen wird, umso professioneller wird's dann vielleicht auch, aber auch behebiger. Wie viel Startup DNA ist denn in Flix aus deiner Sicht heute noch drin?
Daniel Krauss 39:07 ↗
Also das mit der Größe und dem, wenn man nichts tut, behebiger werden, das ist so. Punkt. Die Tränen lass ich nicht gelten, weil gerade die Gründerinnen und Gründer, die dann auch noch in C-Level kompetent sind, wer soll es denn ändern? Vom Weinen hat sich noch nichts geändert. Da kannst du viel Tränen verdrücken. Das heißt, man muss schon so offen sein und muss das anerkennen, dass das ein Fakt ist und muss es dann aktiv angehen. Und ich versuche schon noch diese Startup DNA im Sinne von Menschen sind bereit Risiken einzugehen. Sie wollen Entscheidungen treffen und nicht immer 1000 Menschen in CC nehmen und alles nach oben delegieren, vor allem Entscheidungen, sondern sie nehmen die Accountability. Neudeutsch. Das ist schon was, was uns einfach sehr wichtig ist und deswegen versuchen wir dadurch die DNA zu erhalten. Und weißt du, wir hatten gerade vor, na ja, ist jetzt auch schon wieder ein Jahr her, aber da gab's so Dinge, da sind Entscheidungen passiert und die sind mir aufgestoßen und dann klickst du da drauf und dann kommt irgendwann so: Das hat das C-Level so entschieden. Nicht nur, dass ich mir gedacht habe, oh, das wüsstest du aber, weil du bist Teil des C-Levels, sondern auch: Was bitte ist dann das C-Level oder der Vorstand, wie abstrakt ist das denn? Also irgendjemand muss schlussendlich für eine Entscheidung die Accountability tragen und wenn es eine gemeinsame Entscheidung ist, dann erwarte ich, dass jeder die Accountability trägt, dann kannst du auch einen Namen hinschreiben. Wenn es Disagree & Commit war, dann ist schlussendlich der CEO, also Andre, der die Accountability trägt. Ist auch okay, aber irgendwie ein abstraktes etwas.
Philip Deutscher 40:42 ↗
Ja, die Bundesregierung hat gesagt, ja, wer denn ist, welches Ressort hat denn entschieden? Also irgendjemand muss ja dafür die Verantwortlichkeit nehmen und das mag jetzt vielleicht in der Politik etwas schwieriger sein in so einer Koalition. In dem Unternehmen, insbesondere im gründergeführten Unternehmen ist es sehr einfach. Es muss einfach wollen.
Daniel Krauss 40:59 ↗
Ja, auf jeden Fall.
Philip Deutscher 41:01 ↗
Was war denn für euch jetzt am wichtigsten für den Erfolg rückblickend betrachtet? War es sowas wie das früher M&A, den ihr gemacht hat? War es Technologie? Wart ihr einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Ist es das Geschäftsmodell gewesen oder lässt sich das gar nicht so wirklich trennen?
Daniel Krauss 41:13 ↗
Also ich glaube, dass die Serendipity, also Timing, richtige Zeit, richtiger Ort natürlich auch ausschlaggebend waren, aber dann die Execution, der unbedingte Wille zu gewinnen, die Liebe des Wettbewerbs, also wirklich die Herausforderung anzunehmen, ist natürlich Key. Die Tatsache, dass ich als Teil des Gründerteams war und auch am Anfang, wenn es dann zwei, wie oft die auch und ich diskutiert haben, weil du weißt wie es ist, Tech dauert immer ein bisschen länger, wird immer ein bisschen teurer und ein externer CTO, den kannst du im Zweifel, wenn nicht passt, auch auf die Straße setzen. Das war also, wir mussten uns damit beschäftigen, weil ich just was around. Ja. Und dann glaube ich die Tatsache, dass ich vielleicht nicht in einzelnen Bereichen, wir hatten eingangs übers Programmieren gesprochen, der Beste bin, sondern dadurch immer offen bleiben musste für bestmögliches Feedback und das führt, glaube ich, zu besseren technischen Entscheidungen. Und deswegen und da bin ich besonders stolz drauf, dass wir jetzt in diesen ganzen 15 Jahren und da kannst du auch noch mal Cloud fragen oder das LLM deiner Wahl, wir hatten bisher keine signifikante Downtime, nie tatsächlich.
Philip Deutscher 42:20 ↗
Okay, das finde ich einigermaßen verwunderlich, aber sehr gut. Ich hab es bisher noch nie geschafft. In keinem der Unternehmen, in dem ich war, gab es irgendwie ohne signifikante Downtime. Lag hoffentlich nicht an mir, aber egal. Du hast im Vorgespräch hast du eine klare These formuliert, hast gesagt, so der größere Impact liegt nicht nur bei der Entwicklerproduktivität, sondern in Businessfunktion. Was hast du damit gemeint?
Daniel Krauss 42:45 ↗
Na ja, also natürlich ist es so, dass Entwickler gerade was so repetitive Tätigkeiten angeht, ne, sehr viel Support, unfassbar viel schneller werden und natürlich kannst du da glaube ich ordentlich Produktivität heben. Aber wenn du dir anguckst, dass die Komplexität in Prozessen in Unternehmen über die Prozesse wächst, ne, weil du ganz viel Matrix hast, weil du halt Querfunktionen hast, dann habe ich schon den Eindruck, dass auch sehr viel hilft den ganzen Businessfunktionen und dadurch, dass es jetzt mit Sprache funktioniert und nicht mehr wie RPA und UML als Notation und alles sehr formal, können da auch, kann quasi jeder Normalsterbliche kann mittlerweile alles, was er irgendwie im Kopf hat, zu Papier bringen mit Hilfe von LLMs. Das ist schon großer Benefit und da ist der Hebel meiner Meinung nach im Business größer und die Art zu arbeiten, aber dann auch das Bewusstsein, wie Technologie funktioniert bis hin zu den Kosten Tokens, das ist was auch noch mal mehr, habe ich den Eindruck, bei den Business Kolleginnen und Kollegen sozusagen ins Bewusstsein rückt und auch rücken muss, als bei den Techis. Bei den Techis habe ich bislang eher die Berührungsangst, weil diese Besonderheit, dieses Schöpferische, was du als Entwicklerin oder Entwickler hattest, das scheint so ein bisschen, denken einige, verwässert zu werden durch LLMs, was ich gar nicht glaube. Ich sag ja immer, wir haben ja Makitas im Keller ohne Ende. Ja, und technisch wäre ich in der Lage ein Haus zu bauen. Ich wäre der letzte Mensch, der in mein von mir gebautes Haus einziehen würde. Rufe ich ein Handwerker an, der mit diesem Makita-Krempel was anfangen kann. Außer Bild aufhängen hört's auch auf. Ja, obwohl ich eigentlich alles von IKEA kaufen könnte oder beim Hornbach, beim Baumarkt deiner Wahl. Also, verstehst du, was ich meine? Das heißt, ich verstehe die Unsicherheit, aber ich glaube, die Top Leute, die werden da bestehen, noch besser werden. Aber ich glaube, das interessante Learning ist viel mehr jetzt bei den aus Techsicht autonomen Kolleginnen und Kollegen.
Philip Deutscher 44:58 ↗
Was, wie ist eure Adoption gerade, gerade im Engineering?
Daniel Krauss 45:02 ↗
Engineering deutlich über 90%. Wir nutzen da hauptsächlich Claude Code. Wir haben jetzt vor ein paar Wochen Claude Cowork an die komplette Firma ausgerollt. Also das steigt jetzt richtig. Am Anfang haben die alle da mit, ne, mit Claude dem Chatbot oder Copilot oder auch intern FlixGPT rumgearbeitet. Aber das ist noch mal was anderes, wenn du die Toolchain hast und da hat Anthropic mit Cowork schon auch für die Business Kolleginnen und Kollegen echt guten Job gemacht.
Philip Deutscher 45:37 ↗
Siehst du dann eine höhere Adoption in Tech bei euch als jetzt z.B. im restlichen Unternehmen im Headquarter?
Daniel Krauss 45:44 ↗
Ist noch schwer zu vergleichen, weil die Techis hatten früher alle Werkzeuge an der Hand und wenn ich nicht allen die richtigen Werkzeuge geb und es nur spielerisch ist, kann man die Adoption manchmal nicht vergleichen. Es gibt schon auch einige Business Kollegen, die ordentlich Tokens spenden, aber wie gesagt, ich halte es für keine sinnvolle Metrik am Anfang ja beim Experimentieren, weil selbst das ist ja, also Adoption einfach im Sinne von du haust ganz viele Prompts raus, die ganz viele Tokens verballern, das ist ja dumm. Also muss man schon selbst da anfangen irgendwie smart drüber nachzudenken. Deswegen müsste ich die Frage wahrscheinlich noch mal vier Wochen nach hinten schieben und dann kann ich sie dir beantworten.

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Krauss, D. (2026, July 13). Vom CTO zum Chief Organizational Plumber: Daniel Krauss über 15 Jahre FlixBus [Interview transcript]. Becoming CTO Secrets. CEOInterviews.AI. https://ceointerviews.ai/interview/1093616/

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Daniel Krauss. "Vom CTO zum Chief Organizational Plumber: Daniel Krauss über 15 Jahre FlixBus." Becoming CTO Secrets, 13 Jul. 2026. Transcript, CEOInterviews.AI, https://ceointerviews.ai/interview/1093616/.

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